Die heutige industrielle Produktion beruht verstärkt auf automatisierten Produktionsschritten, die in Roboterstraßen durchgeführt werden. Dieser Ansatz ist erfolgreich solange die verarbeiteten Objekte industriell gefertigte Teile sind, die voll spezifiziert sind und nicht in Größe und Aussehen variieren, wie beim Sortieren vordefinierter Teile. Roboter können diese Aufgabe fast „blind“, mit eingeschränkten optischen Fähigkeiten zum Sortieren und Greifen, ausführen. Wenn aber Objekte aus der natürlichen Welt, die deutlich in Größe und Aussehen variieren können, verarbeitet werden sollen, scheitert dieser Ansatz. Hierfür wird verbesserte optische Sensorik benötigt, durch welche intelligente, „sehende“ Roboter entstehen, die durch ihre Sensorik und durch das Lernen von Objekten entscheiden können, was sie greifen.
Sich durch natürliche Umstände ändernde Objekte sind in der Verarbeitung von Nahrungsmitteln oder anderer flexibler und verformbarer Güter wie Kleidung oder Gummi üblich. Hier sind gewöhnliche Roboterstraßen nicht brauchbar und die Produktion muss auf mühsame Handarbeit zurückgreifen. In Süddänemark und Schleswig-Holstein gibt es eine große Lebensmittelindustrie, die durch steigende Produktionskosten gefährdet werden kann. Hier wäre die Modernisierung der Produktionsstätten durch intelligente Roboterfertigung vorteilhaft und würde zudem die Qualifikation und benötigten Fertigkeiten der Arbeitskräfte aufwerten. Die mühsame Handarbeit kann durch Roboter übernommen werden, während die Arbeitskräfte die Aufgaben überwachen.



